Wiederaufnahme von Sport nach einem Knochenbruch

Knochenbrüche (Frakturen) sind ein ernst zunehmendes Thema. Dabei sind die über 200 menschlichen Knochen doppelt so hart wie Granit. Dennoch sind Knochenbrüche keine Seltenheit. Betroffen sind vor allem Sportler. Zu den häufigsten Knochenbrüchen zählen die Unterarmbrüche, da die meisten Menschen versuchen sich bei Stürzen mit den Unterarmen abzufangen. Aber auch Rippenbrüche kommen des Öfteren vor.

Arten:

Prinzipiell unterscheidet man offene und geschlossene Brüche. Dabei werden diese wiederum in verschiedene Grade eingeteilt (Grad 0 bis Grad 4), wobei Grad 4 die schlimmste Verletzung darstellt.
Des Weiteren können die Brüche quer-, schräg- oder spiralförmig verlaufen. Darüber hinaus gibt es die Berstungsfraktur (z.B. Zerplatzen oder „Zerbirsten“ eines Wirbelkörpers) und die Kompressionsfraktur. Letztere entsteht durch Stauchung eines Knochens. Wird eine Sehne mit einem Knochenstück zusammen abgerissen, spricht man von der sog. Abrissfraktur. Ist ein Knochen an mehreren Stellen gebrochen, bezeichnet man dies als Trümmerfraktur. Hier Informieren Sie sich zu den Themen Gesundheit und Medizin.

Ursachen:

Die meisten Knochenbrüche entstehen durch Gewalteinwirkung. Dabei unterscheidet man zwischen direkter-, indirekter Gewalteinwirkung und Ermüdungsbruch.

- direkte Gewalteinwirkung: Schläge, Stürze, Stoße, etc.
- indirekte Gewalteinwirkung: Hebelwirkung
- Ermüdungsbruch: Durch ständige zyklische Belastung des Knochens tritt der Bruch ein
(Dauerbelastung)

Knochenbrüche ohne Gewalteinwirkung werden dagegen als Spontanfraktur oder Pathologische Fraktur bezeichnet. Bei diesen Ursachen liegt ein starker Defizit der Knochensubstanz vor, wie z.B. durch Osteoporose (Knochenschwund).

Wiederaufnahme von Sportlichen Aktivitäten:

Hier kommt es ganz auf die Ursache bzw. Art des Bruches an. Generell dauert die Heilungsphase eines Knochenbruchs um die 4 bis 6 Wochen. Wobei die betreffende Person mit sportlichen Aktivitäten erst gegen Ende der 8. oder 14. Woche anfangen sollte. Jedoch ist es äußerst wichtig, dass bei solch langen Heilungsprozessen ein muskelaufbauendes Training früh begonnen wird. Dies geschieht meist durch Krankengymnastik oder in speziellen Fitnessstudios. Ob der jeweilige Gesundheitszustand für ein Krafttraining ausreichen ist, sollte vorher allerdings mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Als Patient muss man überdies unbedingt darauf achten bis zur persönlichen Schmerzgrenze zu gehen, da sonst kein Heilungsprozess stattfindet und die Sehnen sich unter Umständen verkürzen werden. Durch die Krankengymnastik wird sichergestellt, dass keine dauerhaften Schäden zurück bleiben bzw. die Bewegungsmöglichkeiten des Patienten wiederhergestellt werden.

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